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Hashimoto-Thyreoiditis

Junge Frau hält rechte Hand an den Hals

Die Hashimoto-Thyreoditis ist im Erwachsenenalter die häufigste Erkrankung, die zu einer Schilddrüsenunterfunktion führt.    

Was geschieht bei einer Hashimoto-Thyreoiditis?

Diese nach einem japanischen Arzt benannte Erkrankung ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse. Sie gehört zu den so genannten Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem bestimmte eigene Körperzellen (in diesem Fall die Schilddrüsenzellen) angreift und zerstört.

Was Sie über die Behandlung einer Hashimoto-Thyreoiditis wissen sollten

1. Beschwerden: Die Beschwerden sind je nach Stadium der Erkrankung ganz unterschiedlich. Am Anfang kann es zu einer Überfunktion der Schilddrüse kommen. Diese wird manchmal gar nicht bemerkt, kann sich allerdings in Symptomen wie Herzklopfen, Unruhe, Schlafstörungen und Gewichtsverlust trotz unveränderter Nahrungsaufnahme äußern. Nach einiger Zeit entsteht jedoch eine Unterfunktion der Schilddrüse mit einem Mangel an Schilddrüsenhormonen. Dabei kann es zu Trägheit, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Muskelschwäche, Haarausfall, erhöhter Kälteempfindlichkeit und Gewichtszunahme trotz gleich bleibender Kalorienzufuhr kommen.

2. Behandlung: Die beschriebene, meist kurzfristige Überfunktion der Schilddrüse wird nicht mit Medikamenten zur Senkung der Schilddrüsenhormonkonzentration („Thyreostatika“) behandelt, da diese in diesem Fall nicht wirken. Falls nötig, können Medikamente gegen den beschleunigten Herzschlag, so genannte Betablocker, verschrieben werden. Die schließlich entstehende Unterfunktion wird mit der täglichen Einnahme von Schilddrüsenhormon meist erfolgreich behandelt. Nehmen Sie diese Medikamente konsequent entsprechend der Empfehlung Ihres Arztes ein.

3. Therapiekontrolle: Wenn eine Therapie mit Schilddrüsenhormonen begonnen wurde, sollte nach drei Monaten eine Kontrolle der Blutwerte erfolgen, um festzustellen, ob die Dosierung der Medikamente angepasst werden muss. Ist einmal die richtige Dosis gefunden, genügen jährliche Kontrollen. Bei einer eventuellen Schwangerschaft haben Patientinnen mit Hashimoto-Thyreoiditis ein erhöhtes Risiko, an einer Unterfunktion der Schilddrüse oder einer Schilddrüsenentzündung (nach der Geburt) zu erkranken.

4. Was Sie selbst tun können: Machen Sie die Schilddrüsentabletten zu einem fixen Bestandteil Ihres Morgenrituals. Nach der Einnahme sollten Sie etwa 30 Minuten warten, ehe Sie ein Frühstück und Heißgetränke zu sich nehmen. Eine regelmäßige Jodzufuhr etwa durch Multivitaminpräparate sollte nicht erfolgen (Achtung auch bei Röntgenuntersuchungen mit Kontrastmittel!).

5. Therapieziel: Ziel der Behandlung ist ein normales Leben ohne wesentliche Einschränkungen. Allerdings ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie lebenslang Schilddrüsenhormone einnehmen müssen.

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