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Chronische Dickdarmentzündung (Colitis ulcerosa)

Arzt-Patienten-Gespräch, im Vordergrund Stethoskop und Patientenakte

Bei Colitis ulcerosa handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Darms, die nicht ansteckend ist.

Was geschieht bei einer chronischen Dickdarmentzündung (Colitis ulcerosa)

Bei Colitis ulcerosa kommt es schubweise zu einer unterschiedlich stark ausgeprägten Entzündung der Darmschleimhaut und der darunterliegenden Gewebsschichten. In schweren Fällen können sich Geschwüre bilden. Von den Entzündungen betroffen ist zumeist ausschließlich der Dickdarm, in seltenen Fällen auch der unterste Teil des Dünndarms. Die Ursachen der Erkrankung sind bislang ungeklärt. Vermutlich spielen Vererbung, Immunsystem und eventuell Infektionen eine Rolle.   

Was Sie über die Behandlung einer chronischen Dickdarmentzündung wissen sollten

1. Beschwerden: Abhängig von Ausdehnung und Schweregrad der Entzündung äußert sich die Krankheit durch Bauchschmerzen, Leistungsabfall, Appetitlosigkeit und blutige Durchfälle. Bei schwerer Erkrankung können bis zu 30 Stuhlgänge täglich auftreten, die blutig, schleimig und wässrig sind und zu Gewichtsverlust und Blutarmut führen.

2. Medikamentöse Behandlung: Im akuten Krankheitsschub werden entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente verordnet. Als Langzeittherapie, die auch in der beschwerdefreien Zeit gilt, kommen beispielsweise Immunsuppressiva, etwa Kortison oder Biologika, ein Antikörper, zum Einsatz. Erstere sorgen dafür, dass die körpereigenen Abwehrkräfte gebremst werden, um die Entzündungen zu verringern, da das Immunsystem überaktiv ist. Der Antikörper blockiert einen zentralen Entzündungsfaktor und wirkt auf diese Weise ebenfalls immunsuppressiv. 

3. Operative Behandlung: Führt die medikamentöse Behandlung nicht zum gewünschten Erfolg, können operative Maßnahmen eingesetzt werden. Dabei wird der gesamte betroffene Dick- und Mastdarm entfernt und ein so genannter ileoanaler Pouch gelegt. Bei diesem Verfahren wird eine direkte Verbindung zwischen dem letzten erhaltenen Dünndarmabschnitt und dem Anus geschaffen. So ist die willentliche Stuhlentleerung durch den natürlichen Darmausgang in den meisten Fällen weiterhin möglich, wodurch die Lebensqualität und Zufriedenheit von Patienten mit ileoanalem Pouch zumeist relativ hoch ist.

4. Therapieziel: Die Erkrankung ist nicht heilbar. Doch durch eine dauerhafte medikamentöse Behandlung können die Symptome gelindert und das erneute Auftreten von Schüben verhindert werden.

5. Prognose: Da es bei Colitis ulcerosa zu erneuten Schüben kommen kann, ist eine dauerhafte Einnahme der Medikamente notwendig. So kann oftmals eine längerfristige Beschwerdefreiheit erreicht werden oder die Symptome zumindest gelindert werden. Auch Komplikationen wie das Auftreten von Geschwüren etc. kann so vorgebeugt werden. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt sind ebenfalls von großer Bedeutung!


Ernährungsempfehlungen bei chronischer Dickdarmentzündung

Wenig rotes Fleisch essen, wenig Alkohol trinken, möglichst nicht rauchen! Zudem sollten Sie blähende und ballaststoffreiche Lebensmittel wie rohes Obst oder Gemüse vermeiden. Viele Colitis-Betroffene weisen eine Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker (Laktose-Intoleranz) auf, in diesem Fall ist eine milchfreie Ernährung notwendig.

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