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Watsu: Shiatsu im Wasser

Massage Wikipedia„Watsu" ist eine ganzheitliche Körpertherapie, die der Amerikaner Harold Dull aus dem Zen-Shiatsu entwickelt hat. Die rhythmischen Bewegungen unter Wasser sollen Blockaden auf physischer, psychischer und emotionaler Ebene lösen.

Watsu geht auf den US-Amerikaner Harold Dull zurück: Er hat in Japan mehrere Jahre die energetische Körperarbeit Zen-Shiatsu - auch als „Kunst der achtsamen Berührung" bezeichnet - studiert. Zurück in Amerika versuchte er, seine Kenntnisse über Shiatsu mit dem Element Wasser zu kombinieren. Er entwickelte in den 1980er Jahren ein spezielles Shiatsu unter Wasser, das er als „Watsu" bezeichnete. Der geschützte Begriff setzt sich aus dem Englischen „water" und „Shiatsu" zusammen.

Devise: Sein statt tun

Die Bewegungen des Trainers beim Watsu sind jenen des Tai Chi - einer aus China stammenden, inneren Kampfkunst - sehr ähnlich und sollen die Lebensenergie, das „Chi", wieder ins Fließen bringen: Die ausgebildeten Körperarbeiter bewegen den Patienten mit kreisenden, schaukelnden oder rollenden Übungen im warmen Wasser. Die Devise für Patienten lautet: „Sein statt tun". Sie begeben sich im wahrsten Sinne des Wortes in die Hände des Trainers, um sich für die sanften Bewegungen zu öffnen. Zum Einsatz kommen sanfte Dehn-, Dreh- und Streckübungen, Elemente aus der Massage, Übungen zur Mobilisierung der Gelenke und die Behandlung der Meridiane.

Element Wasser

Wasser hat eine höhere Dichte als Luft. Das hat Auswirkungen auf Auftrieb, Druck und Widerstand, den man im Wasser wahrnimmt: Der Körper ist im Wasser nahezu schwerelos und die Wirbelsäule wird entlastet. Das hat Vorteile bei der Therapie: Im Wasser sind Übungen möglich, die sich „an Land" nicht durchführen ließen.

Watsu und Gesundheit

Watsu ist ideal für Menschen mit Rückenschmerzen oder Gelenkproblemen. Denn die Kombination von warmem Wasser und sanften Bewegungen hat eine entspannende und befreiende Wirkung auf den Bewegungsapparat - die Bewegung wird verbessert und die Beweglichkeit erhöht. Die Wassertherapie soll auch Blockaden auf psychischer und emotionaler Ebene lösen: Die Entspannung des Körpers und die Vertiefung der Atmung hat positive Auswirkungen auf Gedanken und Gefühle. Eine längere Therapie kann nicht nur bei orthopädischen oder neurologischen Erkrankungen, sondern auch bei psychosomatischen oder chronischen hilfreich sein. Schwangere und Senioren oder Kinder mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen können ebenfalls von Watsu profitieren.

Ausgebildete Aquatische Körperarbeiter

Nur zugelassene Therapeuten, so genannte Aquatische Körperarbeiter, dürfen in Österreich die Körpertherapie im Wasser anwenden. Vorsicht ist bei Menschen mit Asthma geboten: Die warme, feuchte Luft könnte Probleme bereiten.

Internettipps:
www.watsu.at
www.waba.edu 

Autorin: MMag. Birgit Koxeder 

Artikel zu: Shiatsu
27.10.09

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