Wenn die Spucke wegbleibt
Etwa ein Viertel der Bevölkerung leidet unter Mundtrockenheit, so die Einschätzung von Dr. Herbert Hockauf, Diplom-Pflegewissenschaftler und Lehrbeauftragter der Universität Witten-Herdecke. Bei älteren Menschen sei es sogar jeder Zweite. Was nach einem harmlosen Problem klingt, ist für die Betroffenen eine quälende Dauerbelastung.
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Mundtrockenheit (Xerostomie) tritt auf, wenn die Speicheldrüsen nicht genügend Speichel produzieren und deshalb die Schleimhaut im Mund nicht ausreichend befeuchtet wird. Die Folgen sind Zungenbrennen, entzündete Mundschleimhaut, Schluckbeschwerden, Zahnfleisch- und Zungenbluten, Mundgeruch, Durstgefühl, Trockenheit von Lippen-, Mund- und Rachenschleimhäuten - um nur einige der unangenehmen bis schmerzhaften Symptome zu nennen.
Unterschiedliche Ursachen
Mundtrockenheit ist eine mögliche Nebenwirkung vieler Medikamente. Gerade ältere Menschen, bei denen die Speichelproduktion sowieso zurückgeht, nehmen häufig mehr Medikamente ein. Aber auch Krebspatienten sind fast immer von einem trockenen Mund betroffen. Bei ihnen wird dies durch eine Chemotherapie oder Bestrahlung ausgelöst und ist meistens irreversibel.
Hinter Mundtrockenheit kann sich aber auch eine bis dahin noch nicht erkannte Krankheit verbergen. Sie ist Symptom einer Vielzahl von Erkrankungen, beispielsweise Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Schilddrüsenerkrankungen oder Rheuma.
Emotionale Faktoren wie Angst, Stress oder Aufregung können ebenfalls Auslöser sein. Findet man die Ursache nicht oder bleibt die Mundtrockenheit unwiderruflich bestehen, so versuchen viele der Betroffenen, mit Hausmitteln dagegen vorzugehen, indem sie beispielsweise viel trinken oder Bonbons lutschen. Ein aussichtsloses Unterfangen, denn diese Maßnahmen helfen oft nur für kurze Zeit.
Effektive Therapie
Eine wirkungsvolle Maßnahme, um die Mundhöhle effektiv feucht zu halten, bieten Speichelersatzflüssigkeiten, die den Mund- und Rachenraum mit einem schützenden und pflegenden Feuchtigkeitsfilm bedeckt. Die Produkte sind meist geschmacksneutral, können beliebig oft und langfristig angewendet werden und sind üblicherweise rezeptfrei erhältlich.
Quelle: pressetreff.de, Foto 1: bilderbox.com Foto 2 und 3: Wikipedia








