Was fehlt meinem Baby?
Nach neun Monaten endlich auf der Welt und schon beginnen die Probleme... Nein, ganz so schlimm ist es auch wieder nicht. Vor allem dann nicht, wenn Sie wissen, wie Sie diese kleinen Wehwehchen Ihres Kindes beseitigen können.
Blähungen
Große Mengen an Gas, die im Darm entstehen sind für Erwachsene wie für Kinder unangenehm. Die Gase drücken gegen die Darmwand, was zusammen mit der vermehrten Peristaltik des Darms zu Bauchschmerzen führt. Die Babys weinen, sind unruhig und ziehen die Beine an.
Die Ursachen sind vielfältig:
- Unreife des Magen-Darmtraktes
- Luftschlucken durch gieriges Trinken
- Schaum in der Flasche
- Zu großes Saugerloch in der Trinkflasche
Was hilft?
Wärme entspannt: Mit Wärmeflaschen oder einem Krischkernkissen lockern sich die Muskeln der Darmwand. Testen Sie die Temperatur von Wärmeflaschen, indem Sie sie eine Minute lang an die eigene Unterarmseite oder an den Hals halten. Danach die Wärmeflasche gut verschlossen in einen Überzug oder in eine Stoffwindel wickeln und dem Baby auflegen.
Babymassage: Mit warmen Händen zuerst den rechten Unterbauch mit kleinen kreisenden Bewegungen massieren. Danach im Uhrzeigersinn über den gesamten Bauchbereich großflächig kreisförmig massieren. Die Verwendung von Massageölen kann unterstützend wirken. Gut geeeignet sind Olivenöl oder Mandelöl; aber auch spezielle Ölmischungen - sogenannte "Winde-Öle". Absolut tabu sind alle ätherischen Öle wie Pfefferminz-, Eucalyptus- und Kampferöl.
Überprüfen Sie die Saugerlöcher an Trinkflaschen.
Dauern Bauchschmerzen länger als 6 Stunden an, muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Auch dann, wenn die Bauchschmerzen plötzlich und mit anderen schwerwiegenden Symptomen auftreten.
Gesunde Zähne
Einige Hinweise, um die Milchzähne Ihres Babys gesund zu halten:
- Stillen Sie Ihr Baby wenn möglich
- Kariesbakterien werden häufig durch Abschlecken von Schnullern, Saugern oder Löffeln von der Mutter auf das Kind übertragen.
- Die häufigste Ursache der Milchzahnkaries ist ständiges Trinken von zuckerhaltigen Tees, Sirup oder Fruchtsäften aus der Flasche. Wichtig ist deshalb ein frühzeitiges Gewöhnen an den Becher.
Schnupfen
Da Babys in den ersten zwei bis drei Monaten nur durch die Nase atmen, ist ein Schnupfen in dieser Zeit besonders gefährlich. Die Nase muss gut gereinigt werden. Dazu eigenen sich am besten gedrehte Zellstofftücher oder Papiertaschentücher - ohne Menthol. Aber auch Nasenpumpen, mit denen das Sekret gut entfernt werden kann. Wattestäbchen sollten Sie nicht verwenden, sie können das Baby verletzen. Wenn Sie stillen, können Sie mit einer Pipette einige Tropfen Muttermilch in jedes Nasenloch tröpfeln. Kurz einwirken lassen und das Baby dann auf den Bauch legen, damit das Sekret abrinnen kann. Neben der Muttermilch können auch physiologische Kochsalztropfen gegeben werden.
Achten Sie auf feuchte Raumluft, z.B. durch Aufhängen eines feuchten Tuchs über dem Schlafplatz: Tuch befeuchten und mit 1 bis 2 Tropfen Lavendelöl und 1 Tropfen Zitronenthymianöl beträufeln.
Dem Baby hilft es auch, wenn Sie die Nasenflügel mehrmals täglich abwärts ausstreichen.
Auch das Aufhängen von Zwiebelsäckchen hat sich bewährt, da Zwiebel schleimlösend wirken: Eine rohe Zwiebel klein schneiden, in die Mitte eines quadratischen Stofftaschentuchs oder einer Stoffwindel legen, die Spitzen des Tuchs zusammenbinden und das Säckchen in der Nähe des Schlafplatzes aufhängen.
Vorsicht ist geboten bei industriell hergestellten Einreibpräparaten, die Menthol oder Kampfer enthalten. Diese Wirkstoffe können die Atmung des Babys beeinträchtigen.
Soor
Haut oder Schleimhäute können von einem bestimmten Hefepilz befallen werden. Breiten sich die Pilze in der Mundhöhle aus, kommt es zum Mundsoor, der durch kleine weiße Beläge im Mund erkennbar ist, die sich nicht wegwischen lassen. Die Pilze können aber auch weiter in den Magen-Darm-Trakt kommen und von dort über den Stuhlgang auf die Haut. Folge ist der Windelsoor.
Mund- und Windelsoor müssen medikamentös behandelt werden.
Windeldermatitis
Sie entsteht, wenn sich die Haut im Windelbereich entzündet. Ursachen können Durchfall oder Zahnen sein. Aber auch eine Soorerkrankung.
Wie kann ich sie vermeiden?
- Am wirksamsten ist es, Ihr Baby so oft wie möglich ohne Windel strampeln zu lassen.
- Wickeln Sie das Baby öfter.
- Verwenden Sie keine Öl- und Feuchttücher, sondern lauwarmes Wasser.
- Wenn Sie Stoffwindeln verwenden, wechseln sie öfter mal das Waschmittel.
- Verwenden Sie für jegliche Babywäsche keinen Weichspüler
- Mindestens bei jedem Wickeln die Haut am Popo durch Strampeln trocknen lassen.
- Heilsalbe direkt auf die offenen Stellen auftragen.
Autorin: Bettina Benesch, Aktualisierung: Dr. Gabriela Gerstweiler





