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Metabolic Screen gegen Übergewicht

Labor Blutproben 2 bilderbox.comErstmals soll ein Labortest Aufschluss darüber geben können, ob ein Einfluss der Darmflora auf die Gewichtszunahme besteht: Ein "Metabolic Screen"-Test wurde in Wien von Henning Sartor, seit Beginn des Jahres ärztlicher Leiter des Gesundheitshotels Spanberger in Gröbming in der Steiermark und Verfechter der F.X. Mayr-Methoden, präsentiert.

Das neue metabolische Konzept vereint in sich die bisher bekannten Untersuchungen auf Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die neuesten Möglichkeiten der Diagnostik des Metabolischen Syndroms und ein individuell abgestimmtes Therapiekonzept. Das Metabolische Syndrom stellt eine Störung des Stoffwechsels dar, die im fortgeschrittenen Stadium zu den Erkrankungen Diabetes mellitus Typ II, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Gicht, Rheuma und Krebs führen kann. Erkennt man die Tendenz des Körpers frühzeitig, sei noch eine Vermeidung der Erkrankungen möglich, hieß es in einer Aussendung.

Die Weltneuheit des Programms bestehe in der einzigartigen Zusammenstellung der Screen-Parameter und insbesondere darin, dass erstmals ein Labortest zeigen könne, ob ein Einfluss der Darmflora auf die Gewichtszunahme besteht oder nicht. Die Darmflora besteht aus einer sehr individuell zusammengesetzten Artenvielfalt von mehreren hundert Bakterienstämmen. Darunter befinden sich Stämme, die die in der Ernährung zugeführten Ballaststoffe spalten und so dem Körper als Energie zugänglich machen können. Dies könne durchaus zu einer zusätzlichen Aufnahme von 200 bis 300 Kilokalorien pro Tag führen, was rasch Übergewicht herbeiführen kann. Das Problem sei dann, dass man durch das Essen von vermeintlich kalorienarmen Salaten oder Gemüse nicht abnehmen, sondern eher zunehmen werde.

Besteht ein solcher Zusammenhang zwischen Darmflora und Übergewicht, so lässt sich die Gewichtskontrolle durch eine Umstellung der Ernährung günstig beeinflussen und stabilisieren. So kann man nicht-zellulosespaltende Bakterien im Darm durch Eiweiß fördern und damit die zusätzliche Kalorienaufnahme stoppen. Auch der Jo-Jo-Effekt von Diäten lässt sich dadurch laut dem Arzt vermeiden.

Quelle: APA, Foto: bilderbox.com

 

Artikel zu: Diäten
11.06.09

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