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Wärme von innen für kalte Tage

Apfelstrudel WikipediaWenn selbst der dickste Wintermantel, die wärmste Haube und die besten Handschuhe nicht gegen die klirrende Kälte helfen, dann ist es Zeit, unseren Körper von innen zu erwärmen. Wir verraten, warum ein warmes Pfirsich-Zimt-Kompott oder eine Tasse Ingwer-Tee Südfrüchten wie Orange oder Ananas den Kampf ansagen.

„Kaltes" Obst und Gemüse meiden

Aus der täglichen Nahrung gewinnt der Körper nicht nur Vitamine, Mineralstoffe & Co., er erhält auch jene Wärme, die er zum Überleben braucht. Wer im Winter häufig friert, sollte deshalb einen Blick auf den täglichen Speiseplan werfen. Finden sich darauf viele exotische Früchte wie Orange oder Ananas, zahlreiche Milchprodukte und jede Menge „kaltes" Gemüse wie Gurke oder Zucchini, wundert es nicht, dass man friert. Diese Lebensmittel entziehen laut der Ernährungslehre der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) dem Körper Wärme. Der Grund: Im Winter braucht er mehr Kraft, um Joghurt, Tomaten & Co. im Magen aufzuwärmen - das Verdauungssystem ist überfordert. Mögliche Folgen sind Müdigkeit, kalte Füße und Hände, Konzentrationsschwäche oder Blähungen.

TCM teilt Lebensmittel in thermische Zustände

Die TCM teilt Lebensmittel in thermische Zustände wie heiß, warm, neutral, erfrischend und kalt. Dementsprechend vertreiben folgende Nahrungsmittel die innere Kälte:

  • Kräuter und Gewürze: Zimt, Chili, Ingwer, Pfeffer, Anis, Knoblauch oder Koriander
  • Nüsse und Samen: Walnüsse, Haselnüsse, Erdnüsse, Maroni oder Mandeln
  • Gemüse: Rotkraut, Lauch, Kürbis, Rote Rüben oder Kohl
  • Früchte: Datteln, Pfirsich, Granatapfel oder Süßkirschen
  • Fleischsorten: Rind, Lamm, Schwein oder Wild
  • Fischsorten: Aal, Forelle, Lachs, Sardelle oder Scholle

Kühlende Eigenschaften haben Rohkost (z. B. Salate), Mineralwasser und Kaffee. Diese Nahrungsmittel sollte man im Winter nur in Maßen genießen. Warme Wärmewunder hingegen sind gut gewürzte Suppen und Eintöpfe. Sie kräftigen und geben dem Körper viel Energie. Schenkt man der „5-Elemente-Lehre" Glauben, sollte bereits das Frühstück „warm" ausfallen. Besonders geeignet dafür ist ein Getreidebrei aus Hirse, Hafer oder Dinkel kombiniert mit warmem Pfirsich-Zimt-Kompott oder gehackten Nüssen. Auch warmer Toast mit Marmelade oder das klassische Rührei sind empfehlenswert.

Wärmende Teesorten

Was gibt es Schöneres, als es sich im Winter mit einer warmen Tasse Tee gemütlich zu machen? Doch nicht jeder Tee - auch wenn er warm getrunken wird - spendet Wärme von innen. Ist es draußen kalt, sollte man am besten zu Ingwer-, Wacholder-, Rosmarin- oder Fencheltee greifen. Kamillen-, Früchte- und Pfefferminztee wirken kühlend auf den Körper. Als Alternative eignet sich heiß gekochtes Wasser verfeinert mit Gewürzen wie Ingwer oder Zimt. Über den Tag verteilt getrunken schafft es wohlige Wärme.

Wärme für die Seele

Wer ständig gestresst durchs Leben läuft, schwächt seine Abwehrkräfte. Nicht nur unser Körper, sondern auch unsere Seele freut sich deshalb über ein bisschen Wärme im Winter. Egal ob Sie für einige Minuten unter einer warmen Decke in einem Buch schmökern oder der Lieblingsmusik in der Mittagspause lauschen: Gönnen Sie sich bewusst kleine Auszeiten im Alltag, in denen Sie neue Energie und Wärme tanken können.

Autorin: MMag. Birgit Koxeder

 

Artikel zu: Winterkost
31.01.10

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